Lawrence von Ohio

Dies ist Lawrence. Lawrence ist 43 Jahre, hat fiesen rotblonden Flaumbart, ein ungleichmäßiges Gesicht, eine spitze Nase, einen leicht glasigen Blick und ist tot.

Lawrence von Ohio

Was passiert, wenn man eine 67 Jahre alte Frau ausraubt und erdrosselt? Nun, einige glauben, dass dieser Mensch zur Hölle fahren wird. Eben jener Menschenschlag ist zwar kaum fähig selbst zu denken, weshalb sie alles einen unsichtbaren Kerl im Himmel erledigen lassen, aber sie glauben daran.

Wenn man also eine 67 Jahre alte gebrechliche Frau ausraubt, anschließend erdrosselt und dann auch noch von der Polizei überführt wird, ist man ziemlich im Arsch. Ob von religiösen Fanatikern, Kinderschmusern Katholiken oder ganz normalen Atheisten gesehen, ist so jemand kaum noch den Dreck unter den Fingernägeln wert, der beim verscharren des leblosen Körpers zurückbleibt.

Entschuldigung, ich schweife ab. Wenn man also eine 67 Jahre alte wehrlose gebrechliche Frau ausraubt und erdrosselt, kann es einem ziemlich übel ergehen, besonders, wenn man so blöd ist, so eine Tat in in den USA zu begehen und dann auch noch in einem Bundesstaat, in dem es die Todesstrafe gibt. Jetzt denken Sie wahrscheinlich: „Bekloppter geht es schon gar nicht mehr!“ Irrtum, es geht, denn nun schließt sich der Kreis.

Die Todesstrafe wurde gerichtlich festgelegt und jedwede Versuche, gegen die Todesstrafe gerichtlich vorzugehen, scheiterten. Dennoch wollte er dieses Urteil partout nicht akzeptieren. Nun gut, wer würde das schon wollen. Und eines muss man Lawrence dann doch wieder anrechnen: er hatte Eier. Er lehnt sich auf gegen das System, den Rechsstaat und der Genugtuung der Familie des 67 Jahre alten, gebrechlichen und wehrlosen Opfers. Denn nicht nur, dass er nicht durch die Spritze sterben will, nein, er will der Spritze zuvor kommen. Seine ungefähre Aussage zu den Mithäftlingen war: „Eher sterbe ich, als das ich mich von denen umbringen lasse!“ Ja, Lawrence war ein Mann mit Prinzipien. So schluckte er Unmengen verschiedenster pharmazeutischer Produkte, um dem Tod durch fremde Hand ein Schnippchen zu schlagen.

Wie anfänglich schon erwähnt, ist dieses Musterbeispiel geistiger Armut und Verrohung tot, jedoch nicht wie geplant durch die eigene Hand. Denn wie gesagt, war dieser Kerl nicht gerade sehr gebildet. Er war weder Apotheker noch Mediziner, sodass er sich mit den Wechselwirkungen verschiedener Präparate nicht auskannte. So hätten die einen Pharmazeutika ihn sicherlich getötet, nur haben wiederum andere die Wirkung im Anschluss aufgehoben. So konnte er innerhalb einer Woche wieder aufgepäppelt und anschließend an die Spritze angeschlossen werden.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

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