Alles erst ab 18

Verbraucherinformationen, Grundschulen, Nachrichten, Kindermagazine, Altersheime, Autobahnrastplätze und Griechenland. Egal wo man hinschaut, sieht man stets gewaltbereite Menschen und exzessive erotische Ausschweifungen. Einfach widerlich. Okay, nicht wirklich. Aber Politiker und Jugendschützer empfinden das so. Klingt komisch, ist aber so. Jetzt denken die sich, dass es Zeit wird, etwas zu unternehmen.

Verbieten? Eine Idee war es, öffentlichen Sex und Gewalt gesetzlich zu unterbinden. Bescheuert, denn wer soll dann meine Rente zahlen uns sie mir später wieder klauen? Nicht so gut.

Aufklärung und Prävention? Nein, auch das kann einfach nicht der richtige Weg sein. Der Sexualkundeunterricht hat ja nur eines geschafft: mehr Jugendliche die sich mit dem Pimpern auskennen und es entsprechend auch betreiben. Wer es dann nicht in der Kiste bringt, wird anschließend vermöbelt.

Abschreckung? Der Regenbogen e. V. hat ja versucht, beide Themen in Gleichzeit in ein negatives Licht zu rücken. Vor einiger Zeit vögelte sich Hitler durch die Medien. Stalin hat ebenfalls gezeigt, wie man die Vorhaut zerfetzen kann und Saddam Hussein hatte man vor der Urteilsvollstreckung auch noch ein williges Luder an die Plinte gepackt. Eine schöne Diktatoren-Orgie. Hat uns das abgeschreckt? Hmm, ich glaube nicht. Die Titten der Protagonistinnen waren schon recht lecker und wäre der Spot länger gewesen, hätte man sich auch noch mal gut einen drauf hobeln können. Die Botschaft kam irgendwie nicht rüber. „Sex ist ein Massenmörder – Oh Mann, waren das geile Hupen!“

Aus dem echten Leben bekommt man die Bumserei und Gewalt schon mal überhaupt nicht weg. Könnte wohl daran liegen, dass wir zum Großteil Menschen sind. Aus den Medien bekommt man sie auch nicht raus. Tittenmagazine, die wöchentliche Ausgabe des NRA-Magazins, die Bild, Fix und Foxi; nein, das klappt nicht. Überall prangen primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale sowie Waffen und Gewalt in den Medien. Dennoch gibt es leitende Redakteure die ein Auge auf den Inhalt haben, da der arbeitgebende Verlag ja verklagt werden könnte, weshalb alles etwas abgemildert dargestellt wird. Spiele mit Titten und Mollis werden ebenfalls in abgeschwächter Form dargestellt, da sie sonst auf dem Index landen und nicht beworben werden dürfen. Keine Verbraucherinformationen bedeuten nun mal einen niedrigeren Absatz.

Die ganzen Medien sind von der USK besetzt. Die ganzen Medien? Nein, ein relativ unabhängiges Medium begehrt noch immer gegen die USK auf. Das Internet. Chef-Redakteure gibt es hier weitaus weniger. Titten (mjamm!), Waffen (Yeah!), Sex (hobel!) und Gewalt (Töte ihn!).. alles was das Herz begehrt. Natürlich auch Hunde in Yoda-Kostümen.

Doch nun will die USK, natürlich auf freiwilliger Basis, dieses unsägliche Ab-18-Logo ins Internet bringen. Gute Idee, sind wir damit doch wieder bei dem astrein gelaufenen Abschreckungsversuch. Da ich bescheuerte Menschen mit noch bekloppteren Ideen aber interessanter finde, als den 0815-Möchtegern-Altruisten der sich für Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung einsetzt, werde Ich mal für eine Woche beim USK-Versuch mitspielen. Irgendwo auf dieser Seite wird sich ab jetzt das USK-18-Logo befinden, der Inhalt des Blogs wird aber bleiben. Versprochen.

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